Suffizientes Bauen im Bestand

Am Beispiel der Sanierung eines 50er-Jahre-Wohngebäudes in Ludwigshafen

Die Weiterentwicklung vorhandener Nachkriegsstrukturen zielt darauf, für kommende Generation genau jene Viertel wieder interessant werden zu lassen, die zentrumsnah sind und mit guter Infrastrukturversorgung ausgestattet. Ziel der Siedlungssanierung ist es, das Leerfallen der Kernstädte zu vermeiden und den Flächenverbrauch am Stadtrand einzudämmen. Hinzu kommt, dass die postfundamentalistische Stadt über die Frage der ökologischen und ökonomischen Effizienz hinaus auch verstärkt soziale Vielfalt benötigt.

Wir schlagen daher vor, die zur Entstehungszeit durchdacht hergestellten Wohnungen für Familien in einem Quartier mit guter sozialer Infrastruktur moderat zu erweitern, so dass das Wohnen innerhalb der Nachkriegssiedlungen mit zwischenzeitlich homogen überalterter Bevölkerungsstruktur insbesondere für junge Menschen und Familien wieder attraktiv wird. Hierzu entsteht ein neuer Sanitärkern und ein anderthalbgeschossiger Wohn-Ess-Bereich. Gleichzeitig wird die im genetischen Code der Gebäude angelegte Flächeneffizienz revitalisiert. Die Standardwohnung kann wie vor 50 Jahren wieder bis zu 4 Personen aufnehmen und ist auf unterschiedliche Lebenssituationen vielfältig anpassungsfähig.

ORT: Ludwigshafen

WETTBEWERB: 2017

AUSLOBER: BASF Wohnen + Bauen GmbH, Ludwigshafen

MEILI, PETER ARCHITEKTEN:
Florian Hartmann, Andreas Müsseler, Oliver Noak, Lisa Yamaguchi

Khaled Mostafa, Pauline Weertz

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BGF: ca. 1.400 m2

 

Schwarzplan

Wohnungsmix

Querschnitt Umplanung

Grundrissausschnitt Bestand

Grundrissausschnitt Umplanung Variante 1

Grundrissausschnitt Umplanung Variante 2

Aussenperspektive

Entwurfsskizze anderthalbgeschossiger Wohnbereich

Bestandsfoto

Bestandsfoto