Stettiner Hütte

Rifugio Petrarca

Der Entwurf entwickelt sich an diesem exponierten Ort aus der Auseinandersetzung mit den Anforderungen des Lawinenschutzes und einer zeitgemäßen und gleichzeitig effizienten Hüttenstruktur. Dabei wächst der Bereich der Flügelwand in seiner steinernen Struktur skulptural aus dem Berg und bildet den physischen Lawinenschutz. Das gefaltete Dach führt die Bewegung des Berges in die Hütte über und verleiht ihr eine unverwechselbare prägnante Identität. Daran schließt sich im vorderen Teil übergangslos der Dachbereich in Holzkonstruktion an. Beide Elemente umschließen den Hüttenkörper aus vorgefertigten Holzelementen. 

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Das Bauvolumen der Hütte erstreckt sich talseitig auf dem bestehenden Sockel der ehemaligen Hütte und streckt sich somit ankommenden Bergsteigern trotz seiner reduzierten 2-Geschossigkeit bereits von weitem deutlich und selbstbewusst entgegen. Im EG bieten drei große Panoramafenster von der Stube aus einen fantastischen Blick ins Tal sowie auf die umgebenden Berge.

Die massive Flügelwand birgt den gegen Wetter und Lawinen geschützten Zugang zur Hütte und schafft gleichzeitig auf dem Terrassen-Sockel eine gut proportionierte und orientierte Freifläche zum Ankommen und zum Aufenthalt. Im Erdgeschoss sind neben der Hauptnutzung der Gasträume der Zugangs- und Verteilerbereich, die Küche, sowie die zugehörigen Nebennutzungen organisiert. Von der Küche aus ist sowohl das angelagerte Bestandsgebäude als auch der bestehende Keller direkt erreichbar.

Im ersten OG entwickeln sich im vorderen Teil von einem Mittelgang aus die unterschiedlichen Schlafräume bis unter das Dach. In der westlichen Hälfte der Hütte wird jedem Zimmer eine über dem Gang liegende Schlafgalerie zugeordnet, wodurch neben den Stockbetten eine maximale Raumausnutzung des gefalteten Dachraums ermöglicht wird.  Der gesonderte Pächterbereich sowie das Winterlager mit eigenem Zugang und wechselseitigem Fluchtweg sind im Bereich des massiven Schutzbügels untergebracht.

Im Bereich der Gaststube wird ein massiver Holzofen (ggf. mit Gas-Zusatzbetrieb) vorgeschlagen, der eine anhaltende, wohltuende Wärmeabgabe sichert und gleichzeitig das Zentrum der großen Gaststube darstellt. Dieser gibt seine Wärme an die zwiebelartig darum angelagerten Nutzungen bis ins 1. OG in die Nacht hinein ab. 

ORT: Moos in Passeier/Südtirol

WETTBEWERB: 2015 (Anerkennung)

AUSLOBER: Autonome Provinz Bozen

MEILI, PETER ARCHITEKTEN:
Florian Hartmann, Andreas Müsseler, Oliver Noak, Lisa Yamaguchi
 mit Marcel Meili, Markus Peter

1. Phase:
Magdalena Vondung, Christoph Staude, Nora Walter,
Tommaso Bisogno

2. Phase:
Magdalena Vondung, Adriane La, Nora Walter, Mathias Adorf,
Victoria Fernández Daglio

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BGF: ca. 664 m2  

Areal: ca. 990 m2

GFZ: ca. 0,67

 

Foto bisherige Hütte nach Lawinenabgang

Schwarzplan

Lageplan

Grundriss Erdgeschoss

Grundriss Obergeschoss

Grundriss Schlafgalerie

Längsschnitt

Querschnitt

Ansicht West

Visualisierung

Foto bisherige Hütte

Luftbild Umgebung

Visualisierung Innenraum

Explosionszeichnung Nutzungen

Axonometrie Schlafgalerie

Modellfoto

Modellfotos

Entwurfsskizzen