Georg-Muche-Strasse

Neubau Bürogebäude mit Ausstellungsraum

Das Gebäude liegt in der Parkstadt Schwabing an der Schnittstelle zwischen Wohn- und Büronutzung sowie Grünzug. Mit seiner zurückhaltenden Eleganz bildet das Gebäude einen zentraler Baustein des Quartiers. Seine Erscheinungverwurzelt es ebenso am Ort wie die unterschiedlichen Nutzungen von öffentlich zugänglicher Ausstellungsfläche bis hin zur repräsentativen Ausstrahlung eines Headquarters.
Die eingerückte Fassade und die auskragenden Balkonelemente der Obergeschosse bieten eine geschützte und gleichzeitig einladende Vorzone und suchen bewusst Bezüge in der klassischen Moderne von Egon Eiermann bis zu Mies van der Rohe. Die Wärme der Holzfenster und der Verkleidung spiegeln die informelle und gleichzeitig repräsentative Büroatmosphäre auch im direkten täglichen Umgang wider.

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Alle Bürobereiche werden von der zentralen Lobby im Erdgeschoss über einen Erschließungskern angedient. In den Bürogeschossen ist jeweils eine Teilung in zwei gleichwertige Einheiten vom Kern aus möglich. Im Dachgeschoss sind Nutzungen angesiedelt, welche umlaufend an unterschiedlich große überdachte Terrassen anschließen. 

Die neue Interpretation des privaten Abschnitts der Georg-Muche-Straße transformiert diesen in einen großzügigen Vorplatz, der sowohl den Angestellten und Kunden, sowie den Besuchern der Alexander-Tutsek-Stiftung einen einladenden und zurückhaltenden Ort des Willkommenheißens schafft. 

Die Fassade ist innerhalb der städtebaulichen Kubatur klassisches Kostüm, gleichzeitig Ausdruck eines selbstbewussten und wertvollen Inneren, als auch hoch funktionale Schutzschicht. Die geschosshohen Fenster bieten maximalen Tageslichteintrag und großzügigen Bezug zum angrenzenden Freibereich und Grünzug. Direkt vor der Verglasung dienen klassische Raffstores für die bestmögliche individuelle Lichtwirkung, Sonnen- und Blendschutz. Die vorgelagerte, schmale Balkonzone bietet einen kleinen Austritt. Ebenso dient sie dem konstruktiven Wetterschutz der Holzfenster. Die äußere Brüstung wird dabei als horizontales Band mit einem leicht transparenten, sanft schimmernden Metallgewebe umspannt – schlicht, elegant und gleichzeitig funktional anmutend.

Der kompakte Baukörper ermöglicht in Verbindung mit dem optimierten Wärmedämmstandard der Fassade geringe Wärmeverluste. Die vorgelagerte Balkonzone bewirkt eine deutliche Reduzierung von solaren Energieeinträgen. Zusätzlich wird die Aktivierung der massiven Speichermassen des Gebäudes angestrebt, die in Kombination mit einer Bauteilaktivierung mit geringem Energieeinsatz für ein angemessenes Klima sorgt.

ORT: München

WETTBEWERB: 2017

AUSLOBER: Maleachi Bühringer 

MEILI, PETER ARCHITEKTEN:
Florian Hartmann, Andreas Müsseler, Oliver Noak, Lisa Yamaguchi

Ruth Wetcke, Quang Tuan Ta, Khaled Mostafa, Yasaman Nikpour

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BGF: ca. 3.950 m

GRUNDSTÜCK: ca. 2.560 m2

GFZ: 1,58

Landschaftsarchitekten:
grabner huber lipp Landschaftsarchitekten, Freising

 

Schwarzplan

Lageplan

Grundriss Erdgeschoss

Grundriss 3. Obergeschoss

Längsschnitt

Visualisierung

Modellfoto

Modellfotos

Teilansicht Fassade