Eversbuschstraße

Am Übergang von Allach nach Karlsfeld spreizt sich das dreieckige Grundstück zwischen S-Bahnlinie im Osten, Eversbuschstraße im Westen und Otto-Warburg-Straße bzw. der A99 im Süden. Die heterogene Umgebung mit Einfamilienhaussiedlungen zur einen und der Großmaßstäblichkeit des Bahndamms zur anderen Seite gibt Anlass das Quartier mit eigenständigen typologischen Eigenschaften zu versehen: Drei große, raumfassende Gebäudestrukturen werden zu einer offenen hofartigen Figur zusammengeschoben. Der weite Parkraum im Inneren dringt zwischen den Gebäuden nach Außen und macht das Innere der Siedlung für die Öffentlichkeit zugänglich. Das Quartier vernetzt sich über neue Freiräume mit der Umgebung 

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Die drei Gebäude staffeln sich terrassenartig von 3 bis zu 6 Geschossen in die Höhe. Sie verbinden Schallschutz und weite Ausblicke und knüpfen an die Einfamilienhaus-Bebauungen an der Eversbuschstraße an. Die Gebäude setzen sich aus einzelnen Hausmodulen zusammen, die in ihren kleinteiligen plastischen Dimensionen auf die Maßstäblichkeit der umgebenden Architekturen. Im heterogenen Umfeld ist das straßenseitige Gebäudevorfeld mit einer Sitzmauer eingefasst, die den Übergang zur privaten gemeinschaftlichen Freifläche markiert und ein vorhandenes Gestaltungsmotiv aus der Nachbarschaft aufgreift. Im Inneren des Quartiers sorgt eine sanfte Topografie für die Ablesbarkeit der privaten gemeinschaftlichen Freiflächen. 

Die neue, zentrale öffentliche Grünfläche ist als weich geschwungener, offen gestalteter Parkraum getaltet, der sich mit dem S-Bahnhof im Norden und der Eversbuschstraße verbindet, sich mit den Bestandsstrukturen optimal vernetzt und einen Beitrag für das Quartier und die gesamte Nachbarschaft leistet. Das Herzstück und den Begegnungsort des neuen Quartiers bildet ein zentral liegender Badesee. Eingebettet in die Gesamtgestaltung der öffentlichen Grünfläche schaffen die unterschiedlich ausgeprägten Uferbereiche Aufenthaltsqualität auf Sitzstufen, ermöglichen Kinderspiel am Wasser und leisten einen hohen Beitrag zur Biodiversität im Quartier. Zwei städtisch gestaltete Vorplätze im Norden und im Süden des neuen Quartiers markieren wichtige Schnittstellen in die Umgebung. Zum S-Bahnhof im Norden entsteht ein Vorplatz, bestuhlbar für einen kleinen Bäcker oder ein Nachbarschaftscafé Den Südlichen Auftakt des Quartiers bildet der Vorplatz der Kita samt Drop-Off-Zone.

ORT: München Allach

WETTBEWERB: 2019 (2. Preis)

AUSLOBER: Hirmer Allach GmbH & Co. KG, Andechs

MEILI, PETER ARCHITEKTEN:
Florian Hartmann, Andreas Müsseler, Oliver Noak, Lisa Yamaguchi

Zora Syren, Stella Birda, Vivian Bonzel

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BGF: ca. 20.800 m2 

GRUNDSTÜCK: ca. 16.200 m2

GFZ: ca. 1,3

Landschaftsarchitektur: 
Studio Vulkan Landschaftsarchitektur GmbH, München

Schwarzplan

Strukturplan

Dachaufsicht

Grundriss Erdgeschoss

Regelgrundriss Haus A

Regelgrundriss Haus C

Perspektive Hof

Perspektive Strasse

Modellfotos

Schnitt Ost-West

Schnitt Nord-Süd

Ansicht Westen

Ansicht Osten