Ehemaliges OSRAM-Gelände

Tosender Verkehrslärm im Norden, die Naturlandschaft der Isarauen im Westen und eine heterogene Nachkriegsbebauung im Süd-Osten umschließen die leergefallenen Bauten der ehemaligen OSRAM-Verwaltung auf dem Gelände. Um in diesem Umfeld identitätsstiftenden Wohnraum zu implementieren und den Ausgangspunkt für eine qualitätsvolle Quartiersentwicklung in Richtung Süd-Osten herzustellen, zielt unser Entwurf darauf, eine robuste, polyvalente Baukörper-Struktur mit moderater Höhe, von 5 bis 8 Geschossen zu entwickeln. Wir schlagen hierzu eine Y-förmige Grundstruktur der neuen, frei in der Parklandschaft stehenden Gebäude als effiziente und raumbildende Bebauungsform vor. Sie ermöglicht durch metamorphische Anpassung der diskreten Gebäudekörper einen Dialog zwischen den unterschiedlichen Rändern des Areals.

mehr

Die Flügel der Gebäude schließen sich dort wo erforderlich schützend gegen den Lärm, während die parkartigen Freiräume an anderer Stelle sanft von den Gebäuden umschlossen und zu fließenden Raumsequenzen in Spannung gesetzt werden und nach Süden vielfältige Blickbeziehungen eröffnen. Nach Westen und Osten bilden die Stirnseiten gleichsam Tore aus und definieren die Verbindung zum städtischen Raum. Die Y-Körper schützen die privaten Höfe mit unterschiedlicher Intimität und den großzügigen städtischen Freiraum in der Mitte der Anlage und gliedern sie in spannungsvolle Raumsequenzen.

Für alle Gebäude bildet die Y-Typologie die einheitliche Grundform, die auf die unterschiedlichen äußeren Anforderungen durch metamorphische Veränderungen reagiert. Die Adaption zielt an jeder Stelle darauf eine Symbiose zwischen dem Wohnungsinneren und den unterschiedlichen Freiräumen herzustellen. Das Ypsilon-Haus ermöglicht eine optimale Orientierung der einzelnen Wohnungen zu zumindest zwei Seiten, die abhängig von Himmelsrichtung, Lärmexposition und Blickbeziehungen gestaltet werden können. Jede Y-Einheit profitiert optimal von den in der Anlage entwickelten unterschiedlichen privaten und öffentlichen Räumen im Sinne vielfältiger Nachbarschaften.

ORT: Ehemaliges Gelände der Firma OSRAM, München

WETTBEWERB: 2015, Variante A: 3. Platz

AUSLOBER: ABG Allgemeine Bauträgergesellschaft mbH u. Co. Objekt Hellabrunn KG, in Kooperation mit der BÜSCHL Unternehmensgruppe

MEILI, PETER ARCHITEKTEN:
Florian Hartmann, Andreas Müsseler, Oliver Noak, Lisa Yamaguchi 
mit Marcel Meili, Markus Peter

Magdalena Vondung, Jakob Kortemeier, Nora Walter, Tommaso Bisogno

mehr

AREAL: ca. 31.558 m2

BGF: ca. 39.500 m2

GFZ: 1,66

LANDSCHAFTSARCHITEKTEN: 
toponauten landschaftsarchitektur, Freising

Referenz

Schwarzplan

Lageplan

Grundriss Regelgeschoss Nord (Schallschutz)

Grundriss Regelgeschoss Süd (Innen)

Visualisierung Candidstraße

Visualisierung

Konzeptskizze

Modellfoto

Modellfotos