Campus im Olympiapark

Das Dach der Wissenschaften

Entsprechend den für den Olympiapark typischen in sich geschlossenen Großstrukturen schlagen wir für den Neubau der Sport- und Gesundheitswissenschaften ebenfalls eine große Form vor: ein großes, frei über dem Becken schwebendes Dach – das Dach der Wissenschaften.

Die Landschaft innerhalb des Beckens bleibt möglichst frei erlebbar und dem Sport vorbehalten. Die Sportfelder ordnen sich entsprechend des charakteristischen Rasters der Beckenlandschaft. Außen- und Innenflächen liegen unmittelbar und gleichberechtigt nebeneinander, die Grenze zwischen Halle und Feld tritt in den Hintergrund.
Die Erschließung erfolgt auch unterhalb des Daches selbstverständlich über das Wegenetz zwischen den Sportflächen. Aus der zur Überspannung der Sportflächen erforderlichen konstruktiven Höhe entwickelt sich ein genutztes Dach, dass die wissenschaftlichen Funktionen aufnimmt und aus der Konstruktion seine prägende plastische Ausformung gewinnt.

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Entsprechend dem Leitbild sind die Funktionen innerhalb des Sportzentrums horizontal und flächig angeordnet: Die Sportflächen mit den dienenden Funktionen leicht versenkt, die Besucherebene und zentrale Funktionen auf Höhe des Beckens und darüber das Dach der Wissenschaft. Ausgangspunkt für die Überdachung der großen, stützenfreien Flächen waren parallel nebeneinander angeordnete Röhren, die zunächst „Brückenbalken“ mit Hohlkastenquerschnitt gleichen. Die der Spannweite entsprechend große statisch notwendige Querschnittshöhe erzeugt im Innern genug Volumen, um darin nutzbare Räume unterzubringen.

Die zwischen den Büroröhren durchgesteckten Lichtkanonen dienen der Belichtung und natürlichen Belüftung der Sporthallen. Sie werden als gläserne und transparente Aufwind-Kamine ausgeführt und treten durch horizontale Glaslamellen über den Dächern in Erscheinung. Eine im Decken und Bodenbereich der Röhren gelagerte Glaskonstruktion ermöglicht die großzügige Blickbeziehung zwischen Institut und Sportflächen. Die Bereiche zwischen den Lichtkanonen werden Ihrer Funktion entsprechend entweder als Kombizone oder Blumengarten ausgeführt. Die Kombizonen werden mit einem Funktionsdach überdeckt.

Die ursprüngliche Komposition zwischen Landschaft und Architektur ist auch zentraler Inhalt für die Neukonzeption. Die Neuordnung der Freisportflächen, die orthogonale innere Erschließung, sowie die Ergänzung des Parkrandes als Damm im Norden zur Moosacher Straße erfolgen unter dieser Prämisse und stärken die Wirkung der Ebene innerhalb der topografisch bewegten Olympiaparklandschaft. Die bisherigen linien- und rasterförmigen Baumpflanzungen werden verjüngt und an einzelnen Punkten ergänzt. 

ORT: München

WETTBEWERB: 2014/2015

BAUHERR: Freistaat Bayern, Bayerisches Staatsministerium
für Bildung und Kultur, Wissenschaft und Kunst

MEILI, PETER ARCHITEKTEN:
Florian Hartmann, Andreas Müsseler, Oliver Noak, Lisa Yamaguchi
mit Marcel Meili, Markus Peter

Franziskus Martin, Yiying Shao, Daniel Dell, Anne-Sophie Birnkammer

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BGF 2.BA: ca. 20.000 m2  (Sporthallen und zentrale Bereiche)

BGF 3.BA: ca. 12.600 m(Institutsbereiche und Medizinische Bereiche)

BGF Sportaußenflächen: ca. 175.000 m

grundstück: ca. 34,9 ha

GFZ: ca. 0,2 

Landschaftsarchitekten: 
grabner + huber landschaftsarchitekten, Freising

Schwarzplan

Situationsplan

Grundriss Besucherebene

Grundriss Sportebene

Grundrissausschnitt Institutsebene

Schnitt A-A

Schnitt B-B

Ansicht Süd

Ansicht West

Entwurfsskizze Sporthalle

Entwurfsidee

Modellfotos

Fassadenschnitt / Teilansicht